AKTUELL

 

WUNSCH & WIRKLICHKEIT

Der Einfluss der Fotografie auf das Porträt
15.10.2017 -18.2.2018


Gut 100 Millionen Fotos – ein Großteil davon Porträts – werden täglich über das soziale Netzwerk Instagram geteilt und somit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei besteht das dem Menschen eigene Bedürfnis nach makelloser Selbstdarstellung im Sinne kommerziell verbreiteter Schönheitsideale keineswegs erst seit der Erfindung digitaler Medien.

 

In seiner Herbstausstellung widmet sich das Clemens Sels Museum Neuss daher der Frage nach dem Einfluss der Fotografie auf die Entwicklung des künstlerischen Porträts des 19. und 20. Jahrhunderts. Sprichwörtlich in den Fokus rückt die Fotografie dabei als „Konkurrenzmedium“, welches die Porträtmalerei vor neue Herausforderungen stellte. Um diese Grenzen zwischen fotografischem und künstlerischem Abbild des Modells aufzuzeigen, werden dem vielfältigen Sammlungsbestand an Porträts historische Fotografien der dargestellten Personen gegenübergestellt.

 

Kuratorenführung zur aktuellen Herbstausstellung

Mi, 18. Okt, 15.30 Uhr
Noch Fragen?

Am Mittwoch, 18. Oktober 2017, 15.30 Uhr, geht es zum ersten Mal mit der Kuratorin Romina Friedemann durch die aktuell eröffnete Sonderausstellung „Wunsch & Wirklichkeit. Der Einfluss der Fotografie auf das Porträt“.
Die Teilnahmegebühr für die 45-minütige Führung beträgt 3 Euro zuzüglich Eintritt.

Weitere Termine:
So, 26. Nov, 15.30 Uhr
Mi, 6. Dez, 15.30 Uhr

Christus - Damals und heute

Darstellungen aus fünf Jahrhunderten
31.08. - 19.11.2017 im Grafischen Kabinett

Den Abschluss der Ausstellungsserie zum Reformationsjahr im Grafischen Kabinett bildet die Zusammenschau von Christusdarstellungen aus fünf Jahrhunderten. Keine biblische Gestalt hat die Künstler durch alle Jahrhunderte hindurch mehr inspiriert als Christus. Dabei fanden die Künstler nicht nur einen ihrem Stil entsprechenden Ausdruck für diese zentrale Figur der Bibel, sondern nutzen sie als Folie für ihre ganz persönlichen
Empfindungen. Lassen Sie sich mitnehmen auf eine Bilderreise vom 16. bis 20. Jahrhundert und begegnen Sie beispielsweise den Werken von Rembrandt, Ensor, Denis und Slevogt bis hin zu Gerresheim.


Kunstpause
Do, 9. November, 13 Uhr


 

SOUVENIRS, SOUVENIRS!

Reise- und Wallfahrtsandenken aus der Sammlung Feld-Haus
23. Juli 2017 bis 28. Januar 2018

 

 „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“, heißt es in einem volkstümlichen Lied aus dem 19. Jahrhundert. Doch meistens bringen wir von unseren Reisen nicht nur Geschichten und Erfahrungen mit, sondern auch bleibende Erinnerungsstücke. Diese Mitbringsel sollen die Erinnerung an die häufig schönste Zeit des Jahres lebendig halten. Und „se souvenir“, das französische Wort für „sich erinnern“, hat den Objekten auch den Namen gegeben: Souvenirs.


Die Ausstellung im Feld-Haus präsentiert eine große Auswahl an Andenken und legt den Schwerpunkt dabei auf gedruckte und mit Bildern geschmückte Objekte. Dazu zählen seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem Postkarten. Ansichtskarten mit Motiven des eigenen Urlaubsziels wurden Freunden und Verwandten geschickt und sollten den Absender nicht nur in Erinnerung bringen, sondern waren immer auch ein Stück Selbstdarstellung: „Schau, wo ich gerade bin!“


Aber auch auf dreidimensionalen Objekten wie Porzellantellern und -tassen fanden sich schon früh Bilder von Urlaubs- und Ausflugsorten. Diese Mitbringsel – meist nur zum Ansehen, nicht zum Benutzen gedacht – wurden verschenkt oder schmückten die eigene Wohnung. Besuchern konnte man anhand dieser Dekorationsgegenstände vom Urlaub berichten, sich selbst hingegen in die Zeit der Reise zurückträumen.
In katholischen Familien standen neben den Souvenirs aus dem Urlaub häufig auch Andenken, die bei Wallfahrten oder Pilgerfahrten gekauft worden waren. Kerzen, Gnadenbilder oder Anhänger ermöglichten nach der Heimkehr die private Andacht. Ebenso konnte man durch die mitgebrachten Devotionalien die Daheimgebliebenen am Segen der „heiligen Orte“ teilhaben lassen.


Ein weiterer Bereich der Ausstellung widmet sich Künstlerreisen: Die unternommenen, oft Jahre dauernden Fahrten waren häufig Teil der Ausbildung eines Künstlers. In der Sammlung des Feld-Hauses befinden sich etliche Skizzenbücher. Künstler legten diese Bände unter anderem deshalb an, um später die auf einer Reise gesammelten Motive für komplexe Bildkompositionen oder große Gemälde zu nutzen.
So lässt sich an den unterschiedlichen Mitbringseln die Motivation für die unternommene Reise erahnen: berufsbedingt oder zur Erholung gedacht, fröhlich oder fromm. Die Schau macht Lust zu reisen. Zum Glück gibt es allerorts Souvenirs!

 


Feld-Haus – Museum für Populäre Druckgrafik
Berger Weg 5       D-41472 Neuss
(auf dem Kirkeby-Feld zwischen Museum Insel Hombroich und Raketenstation)

Öffnungszeiten
Sa, So 11 – 17 Uhr
Telefon + (49) 2131 904141
www.clemens-sels-museum-neuss.de